Kunsthalle Bremen

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Arbeiten



Die Kunsthalle Bremen wird vom Kunstverein in Bremen getragen, der 1823 gegründet wurde. Er ist einer der ältesten und mit seinen über 8.000 Mitgliedern einer der mitgliederstärksten Kunstvereine in Deutschland. In ihrer Sammlung spannt die Kunsthalle Bremen einen Bogen vom 14. Jahrhundert bis heute: Zu sehen sind europäische Malerei seit dem Mittelalter bis zur Gegenwart, internationale Moderne, Skulpturen des 16. bis 21. Jahrhunderts sowie herausragende Werke der Medienkunst.

I’m not the girl who misses much. Rollenbilder in der Videokunst Vom vielbesungenen unabhängigen Mädchen, über den Vamp bis zur Sexikone – die Rollen, in die Frauen hineinschlüpfen können, scheinen unermesslich und so verwundert es nicht, dass der Genderdiskurs um Geschlechterrollen und Identitätsbilder in einer Vielzahl von Videoarbeiten mal humorvoll augenzwinkernd, messerscharf analysierend oder poetisch verklärend verhandelt wird. In den 1970er Jahren entwickelte sich die Videokunst zum neuen Ausdrucksmedium, mit dem KünstlerInnen Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit hinterfragten und wichtige Impulse für aktuelle künstlerische Auseinandersetzungen setzten. Die zunehmende Bedeutung der neuen Medien und Kunstformen wie Video und Performance ging einher mit der Emanzipation von traditionellen Rollenbildern.

Für den Kunstfrühling 2014 hat die Kunsthalle Bremen vier Videoarbeiten aus ihrer Sammlung zusammengestellt, die diese Thematik aufgreifen. Ulrike Rosenbach, Marikke Heinz-Hoek, Pipilotti Rist und Bjørn Melhus spielen in ihren Arbeiten mit weiblichen Typisierungen, Rollenzuschreibungen und klischeehaften Frauenbildern. Sie zeigen zugleich, wie sich künstlerische Strategien in der Videokunst von 1975 bis zum Ende der 1990er Jahre gewandelt haben und noch heute Inspirationsquelle für die zeitgenössische Kunst sein können.