Gerhard-Marcks-Haus

Am Wall 208
28195 Bremen
Tel 0421.98 97 52-0

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Arbeiten von Markus Keuler



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Vorderansicht Gerhard-Marcks-Haus in Bremen, Foto: Copyright: Gerhard-Marcks-Stiftung

Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ist das Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es zählt zu den national und international anerkannten Bildhauermuseen. Im Gerhard-Marcks-Haus hat sich in fast 40 Jahren ein Museumskonzept entwickelt, das bewusst moderne und traditionelle Kunst miteinander kombiniert und in seinenAusstellungen das Zusammenspiel von Figur, Form und Raum ins Zentrum der Museumsarbeit rückt.

Auf Umwegen zum Notausgang

Gröpelinger Schüler der Oberschule im Park beschäftigen sich schon im Vorfeld mit dem 8. Bremer Kunstfrühling. Nach langjähriger Kooperation mit dem Bildhauermuseum wird der Kunstfrühling genutzt, um ein offenes Atelier mitten im Ausstellungsbereich in der Gleishalle am Güterbahnhof zu eröffnen.
Auf Umwegen nähern sie sich dem Thema der Sonderausstellung „Notausgang am Horizont“. Sie formulieren zeichnerisch und malerisch mögliche Wege zum Notausgang. Auf der Suche nach solchen Wegen beschäftigen sie sich mit den Fragen: In welchen Situationen wird ein Notausgang gebraucht? Wo gelange ich hin, wenn ich durch den Notausgang gehe? Es entstehen Großformate, die während des Kunstfrühlings 2014 vom 15. bis 25. Mai zu einer raumgreifenden Installation weiterwachsen.

Das Gerhard-Marcks-Haus präsentiert den Bildhauer Markus Keuler und das Mobile Atelier von Kultur vor Ort e. V, Bremen-Gröpelingen.


Markus Keuler

Die Skulpturen von Markus Keuler sind so etwas wie „Trojaner“: Halbverborgen in einer skulpturalen Formensprache wird hier die Fremdheit in Form von Ähnlichkeit mit Menschen mit Down-Syndrom in den Ausstellungsraum eingeschleust.

Die beim Kunstfrühling präsentierte Arbeit „Großer“ ist eine aus Einzelteilen aufgebaute, deutlich überlebensgroße Figur. Dadurch wird nun auch formal eine Ähnlichkeit mit den überlieferten Formen des trojanischen Pferdes erkennbar. Durch seine Größe distanziert sie sich vom Betrachter und kehrt das Verhältnis zwischen „mündigen Normalen“ und „unmündigen Behinderten“ assoziativ um. Gleichzeitig nimmt sie durch die hockende Haltung intensiven Kontakt zum Betrachter auf. So entsteht ein Spiel mit dem Betrachter und dessen Assoziationen zu Monumentalität und Fragilität, Fremdheit und Vertrautheit, Ganzheit und Fragmentierung.

Vita

1969 geboren, lebt und arbeitet in Bremen

Ausstellungstätigkeit u.a. in der Bundeskunsthalle (Bonn), Gerhard-Marcks-Haus (Bremen), Städtische Galerie (Lemgo), Museum Schloss Schwarzenberg (Schwarzenberg), Funkhaus Nalepastraße (Berlin), Morgensternmuseum (Bremerhaven), Carlshütte (Rendsburg), Städtische Galerie (Gütersloh), Kunstverein (Lingenfeld), Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen (Berlin), Allgemeiner Konsumverein (Braunschweig)